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Mary's Hospital in Jerusalem - 1190-2012
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Teutonic Order - Deutscher Orden

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2011.06.01 | 2011.04.01 | 2011.03.27

Tuesday, June 21, 2011

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Die Burg Busau (tschechisch Bouzov) ist ohne Zweifel in der modernen Zeit zu einem der Symbole des Deutschen Ordens in Mitteleuropa geworden. Der Orden hat sie schon am Ende des 17. Jahrhunderts gekauft; doch wird sie vor allem mit dem Hochmeister Erzherzog Eugen verbunden. Er empfand zu Busau eine große Zuneigung und ließ sie großzügig umbauen, damit sie den Eindruck einer romantischen mittelalterlichen Burg erweckt. Auf  Busau wurde 1929 der erste tschechoslowakische Staatspräsident T. G. Masaryk von dem damaligen Hochmeister Norbert Klein empfangen. Am 1.10.1939 wurde die Burg durch die Nazis konfisziert und fiel unter die Verwaltung von SS Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt in Berlin, nach dem Krieg wurde sie wieder enteignet. Heute gehört sie dem Denkmalschutzamt in Olmütz und mit über 100.000 Besucher pro Jahr zählt zu den am meisten  besuchten Burgen in Tschechien.

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„Unter der Burg" befindet sich die dem Deutschen Orden inkorporierte Pfarrei Busau. Ihre Betreuung nahm der Orden am 1. Juli 2006 wieder auf, indem der Erzbischof von Olmütz Jan Graubner P. Metoděj Hofman OT zum Pfarrer des Pfarrverbandes Busau, der heute insgesamt 4 Pfarreien umfasst, ernannte. Die Pfarrei Busau hat eine interessante Geschichte. „Vor allem war sie im Rahmen des Ordens darin außerordentlich und ungewöhnlich, dass sie von tschechischer Bevölkerung gebildet war", erzählt P. Metoděj. Deshalb haben die deutschen Ordenspriester, die nach Busau kamen, tschechisch lernen müssen. Erzherzog Eugen hatte mit der Pfarrei große Pläne, zum Beispiel gab es Projekte einer großzügigen Erweiterung der Pfarrkirche (Patrozinium Hl. Gotthard); der erste Weltkrieg bedeutete aber das Ende aller Planungen. Heute lässt sich das religiöse Leben in Busau für die tschechischen Bedingungen als  „überdurchschnittlich" bewerten: Die Pfarrei ist lebendig, die Gottesdienste werden von allen Altersgruppen besucht. P. Metoděj hat es auch erreicht, dass einige Karmelitinnen in den Pfarrverband kamen, die jetzt mit ihm an verschiedenen Programmen, wie Exerzitien oder Einkehrstagen für Jugendliche mitarbeiten. Das Pfarrhaus direkt unter der Burg sollte in naher Zukunft als ein „Begegnungsort" für verschiedene Programme der Studenten aus dem Olmützer Ordensgymnasium oder für Veranstaltungen der Familiaren dienen. 

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Lubomír Macek, Familiare des Ordens und gebürtiger Busauer erzählt davon, dass die Erinnerung an Erzherzog Eugen in Busau und Umgebung immer noch sehr stark und lebendig ist. Er bleibt als ein liebevoller und freundlicher Mensch in Erinnerung. Vor allem sein soziales Engagement und sein großzügiger Zugang zu den einfachen Arbeitern und Ordensangestellten werden geschätzt. „Ein Betrag von zwei Gulden war zum Beispiel in jener Zeit für den Unterhalt einer Familie pro Woche nötig", sagt Lubomír Macek, „aber Erzherzog Eugen hat seinen Arbeitern sieben Gulden bezahlt! Das war für damalige Verhältnisse ein sehr großzügiger Lohn." Im Dorf erbaute der Orden auch ein Heim für alte Angestellte, um die sich sonst niemand kümmern konnte. Also hat der Deutsche Orden genau im Sinne der damals erst entstehenden katholischen Sozialethik gehandelt! Der Orden hat nicht nur in die Burg viel investiert, sondern kümmerte sich auch um viele technische Verbesserungen im Dorf Busau. Zum Beispiel hatte das Dorf immer Probleme mit dem Wasser - Erzherzog Eugen ließ eine Wasserleitung aus der Umgebung bauen, die zunächst als „provisorisch" gedacht war, dann aber bis in die Sechziger Jahre ihren Dienst leistete.

Die Umgebung von Busau ist genauso traumhaft und romantisch wie die Burg - viele Hügel, Wälder, kleine Dörfer mit schönen Kapellen. Nachdem das Gebiet in den kommunistischen Zeiten eher gelitten hat, gibt es nun schon die ersten Zeichen der Erholung. Viele junge Menschen geben dem Leben am Land dem in der Stadt den Vorzug und „kehren zurück". Doch bleibt die Arbeitslosigkeit für das Gebiet ein großes Problem, weil in der Wirtschaftskrise viele Fabriken in der Umgebung von Olmütz eingestellt wurden und die traditionelle, am Obst orientierte Landwirtschaft in der Weltkonkurrenz nur sehr schwer bestehen kann.

Möge also das erneuerte Wirken des Ordens in seinem traditionellen Gebiet wieder viele geistliche, aber auch „weltliche" Früchte bringen!
8:20 pm 

Sunday, April 17, 2011

Die Schatzkammer des Deutschen Ordens - The Treasury of the Order

 Gold, Silber und Kristall

unknownPrächtiges Tafelgeschirr bestimmt das Gesamtbild der Schatzkammer. Teilweise war es für den praktischen Gebrauch bestimmt, teilweise diente es nur zur Dekoration der festlichen Tafeln der Renaissance- und Barockzeit. Gleichzeitig kann man an den Werken ablesen, wie sich die Tischkultur im Laufe der Zeit gewandelt hat. Die meisten Stücke stammen aus dem Schatz, den die Hochmeister in ihrer süddeutschen Residenz Mergentheim versammelten.

Kunstkammer

unknownFester Kern der Schatzkammer sind die Reste der Kunstkammer des Hochmeisters Erzherzog Maximilian von Österreich. Kunst- und Wunderkammern waren eine frühe Form unserer heutigen Museen. Darin fanden sich: Naturalia - seltene und kuriose Objekte aus der Natur, z. B. Kokosnüsse, Artificialia - von Menschenhand Geschaffenes, z. B. kostbare Goldschmiedearbeiten, Scientifica - wissenschaftliche Instrumente, z. B. Uhren, und Exotica - exotische Gegenstände, z. B. orientalische Waffen.

 

Kelche und Reliquiare

unknownIn der Schatzkammer finden sich verschiedene Kelche, Reliquiare und andere liturgische Gegenstände. Erst im frühen 19. Jahrhundert sind diese in den Ordensschatz gekommen, als unter Napoleon viele Ordenshäuser in Deutschland und die Inventare der Kirchen aufgelöst wurden.

Altarbilder

unknownEinige gotische Altarbilder von großem Wert, die aus den Ordenskirchen in Graz, Friesach und Wien stammen, sind in der Schatzkammer ausgestellt. Darunter befinden sich zwei Ablaßtafeln aus dem 15. und 16. Jahrhundert, von denen nur sehr wenige Exemplare erhalten sind.

 

Insignien und Ornate

unknownBesonders ausgeprägte Form hatten und haben die Zeichen, die die Zugehörigkeit zum Deutschen Orden beschreiben. Dazu zählen zuerst die verschiedenen kostbaren Insignien, vor allem Hals- und Brustkreuze der Ordensritter. Ebenso sind Gewänder und zeremonielle Objekte ausgestellt, die bei der Aufnahme neuer Ritter verwendet wurden.

Münzen und Medaillen

unknownDie Münzen und Medaillen erinnern an die Hoheitsrechte der Hochmeister. Zunächst hat der Orden nur in Preußen und Livland von seinem Münzrecht Gebrauch gemacht, später ließen auch die Hoch- und Deutschmeister ihre eigenen Münzen prägen. Eine hervorragende Sammlung dieser Münzen befindet sich in der Schatzkammer. Hinzu kommen zahlreiche Medaillen, die die Hochmeister zur Repräsentation herstellen ließen und auf verschiedene Ereignisse und Personen hinweisen. 

Geschichte

unknownÜber 800 Jahren der Geschichte hat der Deutsche Orden durchlaufen. Auf unterschiedliche Weise ist diese lange Zeit in der Schatzkammer zu erfahren, in der der Schwerpunkt zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert liegt. Porträts der Hochmeister, Bilder von Schlachten und Zeremonien, aber auch die einzelnen Kunstwerke zeugen von verschiedenen Epochen und Episoden dieser Geschichte.

 

 

 

2:53 pm 

Friday, April 1, 2011

Community House in Vienna - Ordenshaus in Wien

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Die Niederlassung des Ordens in der Singerstraße im 1. Wiener Gemeindebezirk wurde um 1204/06 gegründet und wurde zum Hauptsitz (Landkommende) des Ordens in Österreich. Bis zum heutigen Tag ist es Sitz des Priorates der Ballei Österreich. Seit dem Jahr 1809 ist das Haus auch Sitz des Hochmeisters des Ordens, womit der Deutsche Orden zu den ganz wenigen kirchlichen Institutionen gehört, deren Generaloberer seine Residenz nicht in Rom hat. Zusammen mit der Ordenszentrale befinden sich in diesem Haus die Kirche, die Schatzkammer, das Zentralarchiv und das Gästehaus des Ordens.

Im Erdgeschoß liegt neben der Kirche die Sala terrena, ein mit einer flachen Kuppel unknowngewölbter Zentralraum, der mit illusionistischen Wandmalereien des späten 18. Jahrhunderts geschmückt ist. Die Fresken zeigen reiches, teilweise figurales Ornament und mythologische Szenen. Ehemals war dieser sommerliche Gartensaal durch eine Tür zum Hof hin geöffnet, die heute als Fenster verschlossen ist. Die Sala terrena ist gewöhnlich nur für Konzerte geöffnet, kann aber auch im Rahmen von Führungen in der Schatzkammer besichtigt werden.

 Die Namen zweier Komponisten sind zudem mit dem Deutschordenshaus verbunden: Im Gefolge des Salzburger Erzbischofs Hieronymus Graf Colloredo wohnte hier vom 16. März bis zum 2. Mai 1781 Wolfgang Amadeus Mozart. Über einen längeren Zeitraum, von 1863 bis 1865, verweilte in diesem Haus Johannes Brahms.

The establishment of the Order in the Singer Road in the 1st District of Vienna was founded in 1204/06 and became the headquarters (Landcommanderij) of the Order in Austria. To this day it is the seat of the Priory of the Bailiwick of Austria. Since 1809, the house is also the seat of the Grand Master of the Order, which the German Order is one of the few religious institutions, the Superior General of his residence was not in Rome. Along with the Order headquarters are located in this building the church, the Treasury, the Central Archives and the guest house of the Order.

 The ground floor next to the church, the Sala terrena an unknown vaulted central dome with a flat space with illusionistic wall paintings of the late 18th Century is decorated. The frescoes show rich, partly figural ornament and mythological scenes. Formerly this summer garden room was opened by a door to the courtyard, which is now closed as a window. The Sala terrena is usually open only for concerts but can be visited on guided tours in the treasury.

 The names of two composers are also connected to the German Order of House: In the wake of Archbishop Hieronymus Count Colloredo lived here from 16 March to 2 May 1781 Wolfgang Amadeus Mozart. Over a longer period, from 1863 to 1865, stayed in this house Johannes Brahms.

12:12 pm 

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